Frankreich fordert strengere EU-Aufsicht über Rohstoffderivate
Frankreich hat die EU-Kommission am Dienstag zu einer schärferen Aufsicht über Rohstoffderivate gedrängt, um die Volatilität der Rohstoffpreise zu verringern.
Paris (Dow Jones) - In einem gemeinsamen Brief an EU-Binnenmarktkommissar Michel Barnier erklärten Finanzministerin Christine Lagarde, Umweltminister Jean-Louis Borloo und Landwirtschaftsminister Bruno Le Maire, dass der gegenwärtige Regulierungsrahmen für Finanzderivate nicht den spezifischen Risiken der Rohstoffmärkte gerecht werde.
"Wir betrachten die europäische Regulierung des Handels von Rohstoffderivaten als nicht ausreichend", heißt es in dem Brief. Der Rohstoffderivatemarkt sei in den vergangenen Jahren stark gewachsen, so dass die Sorge bestehe, dass die Volatilität auch auf den physischen Markt übergreifen könne. Dadurch würden die Rohstoffpreise nicht mehr von Angebot und Nachfrage bestimmt, sondern könnten vielmehr Trends am Derivatemarkt widerspiegeln, erklärten Mitarbeiter des französischen Finanzministeriums.
In der vergangenen Woche hatte Frankreichs Staatspräsident Nicolas Sarkozy bereits erklärt, dass die Stabilisierung der erratischen Devisen- und Rohstoffmärkte, die das Wachstum der Weltwirtschaft bedrohen könnten, oben auf der Agenda stehen werden, wenn Frankreich den G-20-Vorsitz übernimmt. -Von Nathalie Boschat, Dow Jones Newswires; +33 (0) 1 40 17 1745; nathalie.boschat@dowjones.com DJG/DJN/kth/hab/dok

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