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Chinas Monopol bei Seltenen Erden erodiert

Mittwoch, 23.11.2011

Das Quasi-Monopol Chinas bei Seltenen Erden wird bis 2016 auf 50% der weltweiten Produktion erodieren. Zu diesem Schluss kommt eine Studie von IHS Global Insight.

Peking  (Dow Jones) - Ursachen des prognostizierten Verfalls der chinesischen Marktmacht sind laut IHS die Entwicklung alternativer Materialien sowie neuer Seltenerd-Minen außerhalb Chinas. Zudem werde die Rückgewinnung dieser Metalle in Schwung kommen. Bald nach 2016 werde der chinesische Anteil an der globalen Produktion daher nur noch zwischen 30% und 40% betragen.

 

Toyota, Renault, und Tesla hätten beispielsweis bereits erklärt, die Verwendung von Seltenen Erden minimieren zu wollen. Zudem würden derzeit bereits mehr als 350 Seltenerd-Projekte in 35 Ländern außerhalb Chinas und Indiens durch mehr als 200 Bergbaugesellschaften entwickelt. Die Wiedergewinnung von Seltenerdschrott schließlich könnte laut IHS innerhalb eines Jahrzehnts bis zu 10% des Gesamtbedarfs ausmachen. IHS geht davon aus, dass es am Seltenerd-Markt ab 2016/2017 wahrscheinlich zu einem Überschuss kommen wird. Bei Lanthan- und Ceriumoxiden könnte das Angebot bereits ab 2013 die Nachfrage übertreffen.

 

Seit Juni sind die Seltenerd-Preise gefallen. Laut den Angaben des australischen Seltenerd-Bergbauunternehmens Lynas sind die Preise von Terbium um 51% zurückgegangenen. Bei den Oxiden von Neodym, Dysprosium und Europium betragen die Preisrückgänge zwischen 45% und 50%. DJG/DJN/cdg/sch

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