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Haufenlaugung (heap leaching) |
Open Pit |
Hüttentechnische Verfahren
Das Rösten der Erze ist ein sehr altes Verfahren. Silbererze und silberhaltiger Bleiglanz (Bleisulfit) wurden unter freiem Himmel erhitzt (geröstet) und es entstanden Silberoxide. Das geröstete Erz wurde mit Holzkohle unter Luftzusatz und unter Zugabe von Blei bzw. Bleioxid in Schachtöfen geschmolzen. Hierbei reicherte sich das Silber im Werkblei an. Auf dem Treiberherd wurde das Werkblei erneut aufgeschmolzen (verbleiendes Schmelzen), wobei oberflächlich Bleioxid entstand.
Nachdem das letzte Blei oxidiert war, riss die graue Haut auf und es erstrahlte das flüssige Silber – der so genannte Silberblick. Das Blicksilber wurde nochmals umgeschmolzen zum Feinsilber.
Bei der Elektrolyse des Kupfers aus Kupfererzen, die zusätzlich Silber enthalten, bleibt das Edelmetall im Anodenschlamm übrig. Dieser Schlamm wird getrocknet und mit heißer Schwefelsäure behandelt, anschließend wird das Silber geschmolzen und über eine elektrolytische Raffination getrennt.
Beim Verhütten von silberhaltigen Bleierzen im Parkes Verfahren entsteht silberhaltiges Blei (Werkblei). Dieses Blei wird mit Zink versetzt, um das Silber zu binden und abschöpfen zu können. Anschließend wird das Zink verdampft, die Blei-Silber Mischung wird erhitzt und mit Luft versetzt. Das oxidierte Blei fließt ab, bis das Silber durchbricht. Das Silber wird nun noch in einer Elektrolyse aufgereinigt.