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Silber Index

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Mineralextraktion Untertage


Neben der Förderung von Mineralien und anderen Rohstoffen im Tagebau, ist ein weiteres Verfahren der unterirdische Abbau. Grundsätzlich wird dieses Verfahren immer dann angewendet, wenn sich die zu fördernden Rohstoffe so weit von der Oberfläche entfernt befinden, dass ein Abbau im Tagebau nicht in Frage kommt. Ein weiteres Kriterium, warum man unterirdisch fördert ist das so genannte strip ratio, also das Verhältnis zwischen Erz und taubem Gestein. Ist dieses zu hoch, dann lohnt sich ein Abbau im Tagebau nicht. Unterirdische Minen teilt man in zwei Kategorien ein. Die erste Kategorie sind die „hard rock mines“, also Minen mit harten Mineralien wie etwa Gold, Silber, Blei Zink oder Minen in welchen Diamanten gefördert werden. Die zweite Kategorie sind die „soft rock mines“ in welchen man Kohle oder Ölsand abbaut. Der Zugang zu unterirdischen Minen kann entweder über vertikale Schächte erfolgen, wie es in den südafrikanischen Gold- und Platinminen häufig der Fall ist, oder aber über abfallende Stollen, so genannte „declines“. Einige Minen verfügen über beides. Schächte werden immer dann eingesetzt, wenn der Abtransport des geförderten Erzes aus der Mine mittels LKW nicht ökonomisch erscheint. In den meisten unterirdischen Minen wird das vorhandene Erz auf mehreren Ebenen gefördert, den so genannten „Levels“. Diese Ebenen sind miteinander über vertikale Schächte verbunden, welche, sofern sie von oben nach unten vorgetrieben wurden, man als „winze“ bezeichnet. Ist der Vortrieb von unten nach oben erfolgt, heißen sie „raise“.

First Majestic Silver
Untertageabbau bei First Majestic Silver

Die unterirdische Förderung wirft eine ganze Reihe von Problemen auf. So kommt es in den südafrikanischen Minen bei Erdbeben immer wieder zu Unfällen durch herabfallendes Gestein. Aufgrund der enormen Tiefe dieser Minen, die tiefste Mine ist in Südafrika und befindet sich 3,8 km unter der Oberfläche, ist es hier unumgänglich, Klimaanlagen zur Kühlung einzusetzen, denn die Lufttemperaturen erreichen hier bis zu 45 Grad Celsius. Weiter ist es in unterirdischen Minen erforderlich, über Ventilationssysteme Frischluft zu- und verbrauchte Luft abzuführen. In Kohle- und Uranminen muss zudem ständig der in der Luft enthaltene Staub gefiltert werden, um Gesundheitsgefahren zu minimieren bzw. im Fall von Kohlestaub die Explosionsgefahr zu bannen. Je nach Lage der Minen ist es ausserdem erforderlich, eintretendes Grundwasser mit Hilfe von großen Pumpen herauszubefördern.

Die tiefste unterirdische Mine sind derzeit die TauTona und Savuka Goldminen in Südafrika, welche sich in Tiefen von 3700 m befinden und den Planungen zufolge im Jahr 2009 bis 3900 m unter der Oberfläche reichen sollen.

In der hard rock Kidd Mine von Xstrata in Timmins/Ontario (Nordamerika) wird in einer Tiefe von 2682 m Kupfer und Zink abgebaut, die Stollen reichen jedoch bis 2926 m unter die Erdoberfläche. In Australien befinden sich in der Mt. Isa Region hard rock Minen, diese reichen bis 1800 m unter die Oberfläche.

Eine der bekanntesten, unterirdischen Minen ist die Homestake Goldmine in Süd-Dakota. Sie war ohne Unterbrechung über 125 Jahre in Betrieb, ehe sie im Januar 2002 geschlossen wurde. Die Stollen reichten bis in eine Tiefe von 8000 Fuß (2834 m) unter der Oberfläche.

Der Prozess der Förderung

Grundsätzlich unterscheidet man bei der Förderung zwei Prozesse. Zum ersten das sogenannte „development mining“ mit welchem man das Entfernen von taubem Gestein und das zugänglich machen der Erzkörper bezeichnet.

Der eigentliche Prozess der Förderung wird als „production mining“, also dem Abbau von Erz, bezeichnet. Dieser Prozess wiederum wird in zwei verschiedene Verfahren eingeteilt, „short hole mining“ und „long hole mining“. Mit short hole mining bezeichnet man im Prinzip das gleiche Verfahren wie das development mining, mit dem Unterschied, dass man hier in einem Erzkörper arbeitet. Long hole mining findet auf zwei Ebenen statt (15 bis 30 m voneinander entfernt). In den erzhaltigen Bereich zwischen diesen beiden Ebenen werden Löcher gebohrt welche mit Sprengstoff gefüllt und zur Explosion gebracht werden. Das gesprengte Erz wird anschließend an die Oberfläche gebracht und weiter verarbeitet.

Je nach Größe des Erzkörpers, bzw. der Breite der Erzadern kommen verschiedene Methoden zum Einsatz, etwa „cut and fill“, „drift and fill“, „room and pillar mining“ oder „block caving“. Letztere Methode kommt in erster Linie bei großen Erzkörpern mit vergleichsweise niedrigen Gehalten und weichem Gestein zum Einsatz. Das gewonnene Erz kann anschließend entweder mittels Förderbändern, kleinen Zügen, per LKW (mit Diesel- oder Elektromotor) oder über Lastenaufzüge an die Oberfläche gebracht werden. Das gewonnene Erz kann anschließend entweder mittels Förderbändern, kleinen Zügen, per LKW (mit Diesel- oder Elektromotor) oder über Lastenaufzüge an die Oberfläche gebracht werden.

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