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Exploration - DC Bohrungen


Diamond Core Drilling (DC)

Diamond Core Drilling (DC) ist das vielseitigste Bohrverfahren und wurde speziell für die Explorationsindustrie entwickelt. Obwohl eine DC-Bohrung das teuerste Bohrverfahren ist, wird es gerne benutzt. Aufgrund seiner Vielseitigkeit lässt es sich bei den meisten Bohrungen anwenden, ob es sich dabei um oberflächennahe oder tief in den Untergrund reichende Bohrungen handelt. Es ist außerdem das einzige Verfahren, das einen Bohrkern liefert, und damit sozusagen einen umfassenden Einblick in die geologische Struktur des Untergrunds. Des weiteren ist es das einzige, allgemein angewandte Verfahren, das verlässliche Proben für exakte Geochemische Tests liefert.

Obwohl das DC-Bohrverfahren einen weiten Anwendungsbereich aufweist, sind ihm Grenzen gesetzt. Aus manchen Arten von - vor allem zerbrochenen - Gestein sind zu vernünftigen Kosten keine Bohrkerne zu gewinnen. Das liegt daran, dass diese zertrümmerten Fragmente beim Transport nach oben meist in Einzelstücken ankommen. Es wurden zwar spezielle Röhren für solches Gestein angefertigt, aber die Ergebnisse sind dürftig.

DC-Bohrer nutzen oft Schmutzwasser, das sowohl den Bohrkopf kühlt, als auch unterstützend beim Transport der Bohrkerne an die Oberfläche wirkt. In der Regel sind die Bohrkerne bei deren Ankunft an der Oberfläche in gutem Zustand, doch wenn der Bohraufsatz bereits länger in Betrieb ist, und Deformierungen aufweist, kann es vorkommen, dass einzelne Fragmente des Bohrkerns herausbrechen. Für solche Fälle gibt es einen so genannten „Mud Engineer“, dessen Aufgabe darin besteht, die einzelnen Bruchstücke an der Stelle des Bohrkerns wieder einzufügen, aus der sie heraus gebrochen sind.

Bei gewöhnlichen DC-Bohrungen wird der Bohrkern in einer Röhre zwischengelagert, die dann jeweils an die Oberfläche geholt werden muss. Beim so genannten „wire line diamond drilling“, der am häufigsten angewandten und zeitsparendsten Methode, gelangen die Bohrkerne automatisch an die Oberfläche. Anschließend werden die Bohrkerne in nummerierter Reihenfolge abgelegt.

Im englischsprachigen Bereich gibt es Industriestandards, die die Größe des Bohrkerns bzw. –lochs angeben:

Grössencode
Bohrkern in mm
Bohrloch in mm
XR
18,30
30
EX
21,40
36
EXT
23,80
36
AX
29,40
47
AXT
32,50
47
BX
42,10
59
NX
54,50
75

Pro Stunde kommt ein Bohrer etwa 10 m vorwärts; dieser Wert hängt allerdings sehr stark vom Geschick und der Erfahrung des Bohrpersonals und vor allem von der Art des zu bohrenden Gesteins ab. Die Kosten solcher Bohrungen variieren, lassen sich jedoch grob in zwei Kategorien, abhängig von der Bohrlochgröße und der Gesamtlänge, einteilen.

Gesamtlänge des Bohrloches
Kosten pro Meter zwischen
300m
50 USD und 80 USD
1000m
70 USD und 150 USD

Die oben genannten Kosten beziehen sich auf Bohrungen, die an Land durchgeführt werden. Bohrungen auf See, wie etwa bei der Öl- oder Gasexplosion verursachen immense Kosten; die Werte der oben angeführten Tabelle können in diesem Fall um den Faktor drei nach oben schießen.

DC Bohreinheit im Einsatz in Papua Neu Guinea

Peter McNeil von Frontier Resources begutachtet Bohrkerne

Je nach Einsatzort gibt es verschiedene Bohreinheiten. Manche sind relativ klein und leicht zu zerlegen, so dass sie per Hubschrauber an sonst unzugängliche Orte gebracht werden können. Andere sind auf LKW`s montiert und können so schnell und einfach von einem Ort zum nächsten bewegt werden. Wieder andere sind klein und auf Ketten montiert, sie können auf Untergründen fahren, für die ein LKW zu schwer zu bewältigen wäre.

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